Kein Mensch soll bei der Flucht über das Meer sterben müssen
Erfahre mehr über RescueFleet, unsere Arbeit und die Hintergründe.
Wer wir sind
Vision und Werte
RescueFleet ist ein ziviler Seenotrettungsverein, dessen Ziel es ist, Menschen auf der Flucht über das Meer vor dem Ertrinken zu bewahren. Die Aktiven und Mitglieder von RescueFleet haben langjährige Erfahrung in der Seenotrettung. Unter ihnen sind die Gründer von RESQSHIP, die auch das Einsatzkonzept mit dem Segelschiff etabliert haben.
Wir verstehen uns als aktive Gemeinschaft ehrenamtlich tätiger Menschen. Unsere Werte sind Verantwortung, Transparenz, Hilfsbereitschaft, Empathie, Solidarität, Respekt und Aufrichtigkeit.
Professionalität, klare Strukturen und verlässliche Abläufe bilden die Grundlage für eine wirksame, sichere und verantwortungsvolle Arbeit und gewährleisten, dass das ehrenamtliche Engagement nachhaltig, effizient und im Einklang mit rechtlichen, organisatorischen und humanitären Standards umgesetzt wird.
Was wir tun
Seenotrettung mit Segelschiffen
Beobachtungs- und Rettungsmissionen im zentralen Mittelmeer: Wir suchen Boote in Seenot, leisten Ersthilfe und sorgen dafür, dass die Überlebenden in einem sicheren Hafen an Land gehen können.
Das Konzept der Seenotrettung per Segelschiff haben wir mit der NADIR im Jahr 2021 eingeführt und seitdem erfolgreich umgesetzt. Mehr als 14.000 Menschen konnten wir damit auf ihrer gefährlichen Flucht über das Mittelmeer beistehen. Viele von ihnen wären ohne uns ertrunken oder wieder zurück in die libyschen Folterlager gebracht worden.
Da inzwischen auch Segelschiffe von den italienischen Behörden willkürlich festgesetzt werden, sehen wir die Notwendigkeit, die zivile Seenotrettungsflotte zu erweitern. Deshalb bringen wir nun mit RescueFleet ein weiteres Segelschiff aufs Wasser – die SAMIA.
Hintergrundinfos
Flucht und Seenotrettung
Weltweit sind derzeit mehr Menschen auf der Flucht als jemals zuvor seit Beginn der modernen Datenerhebung. Nach Angaben des UNHCR waren Mitte 2025 rund 117,3 Millionen Menschen gewaltsam vertrieben – darunter etwa 42,5 Millionen Flüchtlinge. Ursachen sind Kriege, politische Verfolgung, Armut, staatliche Instabilität sowie zunehmend auch die Folgen der Klimakrise.
Viele Menschen versuchen, Europa über das Mittelmeer zu erreichen – eine der gefährlichsten Fluchtrouten der Welt.
Laut der International Organization for Migration (IOM) sind seit 2014 mehr als 28.000 Menschen allein im Mittelmeer gestorben oder verschwunden; weltweit wurden auf Migrationsrouten inzwischen über 80.000 Todesfälle dokumentiert. Die tatsächliche Zahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Unglücke nie erfasst werden.
Auch 2025 und 2026 blieb die Lage dramatisch: Bereits Anfang 2026 sprach die IOM vom tödlichsten Jahresbeginn seit Beginn der Erfassung. Allein auf der zentralen Mittelmeerroute wurden in den ersten Monaten Hunderte Tote und Vermisste registriert. Für 2025 meldete die IOM weltweit rund 7.900 Tote und Vermisste auf Fluchtrouten.
